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Fellpflege · 7. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

Wie oft sollte mein Hund zum Hundefriseur?

Alle sechs Wochen oder nur im Fellwechsel? Wie oft dein Hund zur Fellpflege sollte, hängt vor allem vom Felltyp ab. Ein Überblick mit Richtwerten aus dem Salon.

Frisch gepflegter Pudelmischling sitzt entspannt auf dem Pflegetisch im Hundesalon

Diese Frage höre ich fast jeden Tag. Die ehrliche Antwort: Es kommt auf das Fell an. Ein Pudel hat ganz andere Bedürfnisse als ein Labrador oder ein Husky. Die folgenden Abstände sind Richtwerte aus der Praxis. Was bei deinem Hund passt, hängt auch davon ab, wie viel du zu Hause bürstest und wie aktiv er ist.

Wachsendes Fell: Pudel, Doodle, Bichon, Shih Tzu

Diese Hunde haaren kaum, dafür wächst das Fell ständig weiter. Ohne regelmäßigen Schnitt verfilzt es schnell, vor allem hinter den Ohren, unter den Achseln und an den Hosen. Als Richtwert gilt ein Termin alle sechs bis acht Wochen. Wer zwischendurch gründlich bürstet, kommt manchmal etwas länger hin.

Rauhaar: Terrier, Schnauzer, Rauhaardackel

Drahtiges Fell wird idealerweise getrimmt, also das abgestorbene Haar von Hand ausgezupft. Je nach Hund ist das etwa alle acht bis zwölf Wochen sinnvoll. Warum Trimmen hier meist besser ist als Scheren, erkläre ich im Beitrag Trimmen beim Rauhaarhund.

Doppelfell: Husky, Spitz, Golden Retriever, Schäferhund

Hunde mit dichter Unterwolle brauchen vor allem im Fellwechsel im Frühjahr und Herbst Unterstützung. Dann löst sich sehr viel Unterwolle, die sich ohne Hilfe im Fell verfangen kann. Ein bis zwei Termine pro Fellwechsel reichen oft aus. Mehr dazu in meinem Ratgeber zum Fellwechsel beim Hund und im Beitrag Doppelfell scheren?

Kurzhaar: Labrador, Beagle, Mops

Kurzhaarige Hunde kommen meist mit wenig Salonpflege aus. Ein Bad, gründliches Ausbürsten loser Haare und Pfotenpflege alle paar Monate reichen in der Regel. Viele kommen auch einfach dann, wenn sich der Hund in etwas Unappetitlichem gewälzt hat.

Woran du merkst, dass ein Termin fällig ist

  • Die Bürste bleibt im Fell hängen oder du ertastest kleine Knoten.
  • Die Haare hängen deinem Hund in die Augen.
  • Zwischen den Ballen wachsen lange Haare, und dein Hund rutscht auf glattem Boden.
  • Das Fell riecht, obwohl dein Hund nicht schmutzig aussieht.
  • Im Fellwechsel liegen überall Haarbüschel in der Wohnung.

Regelmäßigkeit hilft auch dem Kopf

Ein Punkt, der oft unterschätzt wird: Hunde, die regelmäßig kommen, kennen den Ablauf und entspannen sich mit der Zeit. Wer nur alle sechs Monate mit einem stark verfilzten Hund kommt, mutet ihm dagegen einen langen und unangenehmen Termin zu. Kurze, regelmäßige Termine sind für die meisten Hunde deutlich leichter. Wie Hunde lernen können, Pflege und Untersuchungen entspannt mitzumachen, erklärt der Beitrag zum Medical Training auf unterhunds.de.

Unsicher, was zu deinem Hund passt? Frag mich einfach, ich schaue mir das Fell beim ersten Termin genau an.

Geschrieben von Helena Rust, Hundefriseurin und Hundetrainerin in Illingen-Wustweiler.

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