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Fellpflege · 5. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

Die richtige Bürste für dein Hundefell

Zupfbürste, Kamm oder Unterwollrechen? Welche Bürste zu welchem Fell passt, wie du ohne Ziepen bürstest und woran du Filz rechtzeitig erkennst.

Verschiedene Hundebürsten und Kämme ordentlich nebeneinander auf einem Holztisch

Die beste Fellpflege passiert zwischen den Salonterminen, nämlich bei dir zu Hause. Dafür brauchst du keine teure Ausrüstung, aber die richtige Bürste für das Fell deines Hundes. Hier ein Überblick, was sich in der Praxis bewährt hat.

Die wichtigsten Bürsten im Überblick

Zupfbürste

Eine flache Bürste mit vielen feinen, leicht gebogenen Drahtstiften. Sie ist der Allrounder für Pudel, Doodles, Malteser und alle Hunde mit wachsendem oder lockigem Fell. Wichtig: nur mit leichtem Druck arbeiten, denn die Stifte können die Haut reizen.

Metallkamm

Ein Kamm mit groben und feinen Zinken ist dein bester Kontrolleur. Gleitet er nach dem Bürsten bis zur Haut durch das Fell, bist du fertig. Bleibt er hängen, sitzt da noch ein Knoten.

Unterwollrechen oder Unterwollkamm

Für Hunde mit dichter Unterwolle wie Schäferhund, Husky oder Golden Retriever. Er holt lose Unterwolle heraus, ohne das Deckhaar zu beschädigen. Vorsicht bei Werkzeugen mit Klingen: Falsch eingesetzt schneiden sie auch Deckhaar ab.

Gummistriegel oder Noppenhandschuh

Ideal für kurzhaarige Hunde wie Labrador, Beagle oder Boxer. Er löst tote Haare und massiert dabei die Haut. Viele Hunde genießen das richtig.

So bürstest du ohne Ziepen

  • Scheitel für Scheitel: Halte das Fell mit einer Hand hoch und bürste die untere Schicht von der Haut weg. So erreichst du auch die tiefen Lagen, in denen Filz entsteht.
  • Kurz und regelmäßig: Fünf Minuten am Tag sind besser als eine Stunde einmal im Monat.
  • Problemzonen kennen: Hinter den Ohren, unter den Achseln, am Halsband, an den Hosen und am Bauch verfilzt Fell am schnellsten.
  • Belohnen: Ein Leckerchen zwischendurch macht aus der Pflege eine angenehme Routine.

Als Hundetrainerin achte ich beim Bürsten immer auch auf die Körpersprache. Wendet dein Hund den Kopf ab, leckt sich über die Lippen oder erstarrt, ist es Zeit für eine Pause. Woran du solche Signale erkennst, erklärt der Beitrag zur Körpersprache beim Hund auf unterhunds.de. Weitere Tipps für die Pflege zu Hause findest du dort im Beitrag zur Fellpflege beim Hund.

Wenn es schon verfilzt ist

Kleine Knoten kannst du vorsichtig mit den Fingern lockern und dann mit dem Kamm von außen nach innen auskämmen. Bitte schneide Filz nicht selbst mit der Schere heraus. Filz sitzt oft direkt auf der Haut, und schon eine kleine Bewegung des Hundes reicht für eine Schnittverletzung. Bei größeren Filzplatten komm lieber in den Salon. Wie oft ein Termin bei deinem Felltyp sinnvoll ist, liest du im Beitrag Wie oft sollte mein Hund zum Hundefriseur?

Geschrieben von Helena Rust, Hundefriseurin und Hundetrainerin in Illingen-Wustweiler.

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